VCP Region Starkenburg
Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder

Regionsordnung

    Allgemeines

  1. Regionsname und -zeichen
    1. Die Region heißt "Starkenburg".
    2. Die Region gibt sich ein Zeichen.
  2. Die Region

    Die Region besteht aus den in den hessischen Landkreisen Groß-Gerau, Offenbach, Darmstadt-Dieburg, Odenwaldkreis, Bergstraße und der kreisfreien Stadt Darmstadt gelegenen Stämmen und Neuanfängen des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) und ist Teil des VCP- Landes Hessen.

  3. Organe der Region

    Die Organe der Region sind die Regionsversammlung, der Regionsrat, die Regionssprecher und der Kassenwart.

  4. Regionsversammlung

  5. Aufgaben

    Die Regionsversammlung hat folgende Aufgaben:

    1. Wahl der von der Region zu besetzenden Ämter sowie deren Vertreter, insbesondere:
      1. Den Regionsversammlungsvorstand
      2. Die Regionssprecher und Stellvertreter
      3. Den Kassenwart und die Kassenprüfer
      4. Die Delegierten zur Landesversammlung, soweit sie nicht gemäß der Landesordnung direkt durch die Stämme entsandt werden
      5. Die Mandatsträger zur Landesführungsrunde (ohne Vertreter)
      6. Die Delegierten zum Konvent des Pfadfinderzentrums Donnerskopf
      7. Die Delegierten zum Kreisjugendring (getrennt von den jeweils kreiszugehörigen Stämmen)
    2. Beratung und Beschlussfassung über die Jahresplanung und konkrete Vorhaben sowie inhaltliche Schwerpunkte auf Regionsebene einschließlich der Einsetzung von Ausschüssen und deren Mitglieder.
    3. Entgegennahme von Berichten, insbesondere der von ihr gewählten Personen und eingesetzten Ausschüsse, und Entscheidung - soweit erforderlich - über die Entlastung.
    4. Entgegennahme der Berichte der Stämme und Neuanfänge
    5. Entscheidung über die an sie gestellten Anträge
  6. Zusammensetzung
    1. Stimmberechtigte Mitglieder der Regionsversammlung sind:
      1. Die stimmberechtigten Mitglieder des Regionsrates.
      2. Die Delegierten der Stämme und Neuanfänge, jeder Stamm oder Neuanfang darf pro 10 angefangene beim VCP angemeldete Mitglieder einen Delegierten entsenden.
      3. Der Regionsversammlungsvorstand.

      Das Mindestalter der Delegierten der Stämme und Neuanfänge ist das vollendete 12. Lebensjahr.

    2. Nicht stimmberechtigtes Mitglied der Regionsversammlung ist:
      1. Der Kassenwart
  7. Einberufung und Beschlussfähigkeit
    1. Die Regionsversammlung tritt ordentlich einmal im Kalenderjahr zusammen. Der Termin der ordentlichen Regionsversammlung wird so bestimmt, dass auf dieser Regionsversammlung beschlossene Anträge an die Landesversammlung deren Antragsfrist wahren.
    2. Die Regionsversammlung tritt außerordentlich auf Verlangen des Regionsrates oder von mindestens zwei Stammes-/ Ortsvollversammlungen zusammen.
    3. Die Einberufung der Regionsversammlung erfolgt mindestens sechs Wochen vor Versammlungsbeginn schriftlich oder per e-mail durch den Regionsversammlungsvorstand an die unter § 4 Ziffer 1 genannten Personen und die Stammesleiter/-führer. Mit der Einberufung sind die vorläufige Tagesordnung und die bis dahin eingegangenen Anträge mitzuteilen.
    4. Die Regionsversammlung ist beschlussfähig, wenn zu Beginn der Versammlung mindestens ein Viertel ihrer stimmberechtigten Mitglieder aus mindestens einem Drittel der Stämme anwesend sind. Ist die Regionsversammlung beschlussunfähig, beruft der Regionsversammlungsvorstand sofort eine neue Regionsversammlung ein, die mindestens zwei Wochen später stattfindet und dann ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Delegierten beschlussfähig ist.
    5. Die Regionsversammlung kann mit Zweidrittelmehrheit feststellen, dass ein Stamm inaktiv ist. Inaktive Stämme zählen bei der Bestimmung der Beschlussfähigkeit nicht mit und müssen nicht einberufen werden. Das Aktiv-Setzen erfolgt durch die Regionsversammlung oder den Regionsrat mit einfacher Mehrheit.
  8. Regionsversammlungsvorstand
    1. Der Regionsversammlungsvorstand soll aus mindestens zwei und maximal vier Personen bestehen. Er wird durch die ordentliche Regionsversammlung für den Zeitraum bis zum Ende der übernächsten ordentlichen Regionsversammlung gewählt.
    2. Der Regionsversammlungsvorstand bereitet die Regionsversammlung vor, er leitet sie nach der Geschäftsordnung und ist verantwortlich für die Erstellung des Protokolls. Nach jeder Regionsversammlung trägt er dafür Sorge, dass die von der Regionsversammlung an die Landesversammlung gestellten Anträge unverzüglich an den Landesversammlungsvorstand weitergeleitet werden.
  9. Anträge
    1. Antragsberechtigt sind der Regionsrat, die Stammes-/ Ortsvollversammlungen und die Regionssprecher.
    2. Anträge an die Regionsversammlung müssen dem Regionsversammlungsvorstand mindestens vier Wochen vor der Versammlung und den Delegierten mindestens zwei Wochen vor der Versammlung begründet vorliegen. Sie können schriftlich oder per e-mail übersandt werden. Bei später eingehenden Anträgen entscheidet die Regionsversammlung über die Befassung.
    3. Über die Befassung mit den aus der Mitte der Regionsversammlung gestellten Anträgen entscheidet die Regionsversammlung mit einfacher Mehrheit. Sie können auf derselben Regionsversammlung nur mit Zweidrittelmehrheit beschlossen werden.
  10. Geschäftsordnung
    1. Die Regionsversammlung tagt nach Maßgabe der örtlichen Verhältnisse öffentlich. Die Öffentlichkeit kann für einzelne Tagesordnungspunkte ausgeschlossen werden.
    2. Die Versammlungsleitung hat der Regionsversammlungsvorstand inne. Er entscheidet über die Auslegung der Geschäftsordnung. Erhebt sich gegen die Auslegung des Vorstandes Widerspruch, entscheidet die Regionsversammlung.
    3. Die Worterteilung erfolgt in der Reihenfolge der Wortmeldung. Außer der Reihe wird das Wort nur Berichterstattern oder Antragstellern zur sachlichen Erwiderung und Delegierten mit Reden zur Geschäftsordnung erteilt. Der Regionsversammlungsvorstand kann eine Beschränkung der Redezeit auf bis zu zwei Minuten beschließen, wenn dies für den Fortgang der Debatte als notwendig erscheint. Erhebt sich hiergegen Widerspruch, entscheidet über die Beschränkung der Redezeit die Regionsversammlung.
    4. Reden zur Geschäftsordnung sind durch das Heben beider Hände anzuzeigen. Sie werden vor der nächsten Worterteilung behandelt und dürfen die Dauer von einer Minute nicht überschreiten. Reden zur Geschäftsordnung sind insbesondere:
      1. Sachliche Richtigstellungen
      2. Persönliche Erklärungen
      3. Anträge zur Geschäftsordnung:
        1. Feststellung der Beschlussfähigkeit
        2. Vertagung oder Unterbrechung der Sitzung
        3. Nichtbefassung
        4. Vertagung oder Verschiebung eines Tagesordnungspunktes
        5. Überweisung an einen Ausschuss
        6. Schluss der Rednerliste
        7. Schluss der Debatte
        8. Beschränkung der Redezeit
        9. Sofortige und/ oder geheime Abstimmung
        10. Fassung der Fragestellung vor einer Abstimmung
        11. Wahl durch Handzeichen (das nähere regelt Absatz 5)
      Erhebt sich bei einem Antrag zur Geschäftsordnung kein Widerspruch, so gilt der Antrag als angenommen; andernfalls ist nach Anhörung einer Gegenrede abzustimmen. Anträge auf Nichtbefassung und sofortige Abstimmung ohne Debatte bedürfen einer Zweidrittelmehrheit, im Übrigen genügt die einfache Mehrheit.
    5. Wahlen erfolgen in der Regel geheim. Bei Listenwahlen erhält jeder Delegierte so viele Stimmen wie Listenplätze. Auf jeden Bewerber kann nur eine Stimme abgegeben werden. Gewählt ist der Bewerber mit den meisten Stimmen, bei mehreren Plätzen in der Reihenfolge der Anzahl der Stimmen. Nicht gewählte Bewerber werden in der Reihenfolge ihrer Stimmen Vertreter. Bei Stimmgleichheit entscheidet eine Stichwahl. Stehen bei einer Wahl nicht mehr Bewerber als Plätze zur Verfügung, kann auf Antrag zur Geschäftsordnung durch Handzeichen abgestimmt werden.
    6. Abstimmungen erfolgen durch Handzeichen. Ein Antrag auf geheime Abstimmung muss vor dem Eintritt in den Abstimmungsvorgang gestellt werden. Bei Stimmgleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. Sind die Stimmenthaltungen größer als die Ja- und Nein- Stimmen zusammen, gilt der Antrag als nicht entschieden und wird der nächsten Regionsversammlung erneut vorgelegt.
    7. Über die Abweichung von dieser Geschäftsordnung im Einzelfall entscheidet die Regionsversammlung.
  11. Protokoll
    1. Über den Verlauf und die Beschlüsse jeder Regionsversammlung ist ein Protokoll zu fertigen. Verantwortlich für das Protokoll ist der Regionsversammlungsvorstand. Das Protokoll ist spätestens sechs Wochen nach der Regionsversammlung per e-mail oder auf Wunsch schriftlich den Mitgliedern der Regionsversammlung zu übersenden.
    2. Einsprüche gegen die Richtigkeit des Protokolls sind schriftlich oder per e-mail beim Regionsversammlungsvorstand zu erheben. Die Frist beträgt sechs Wochen ab Zugang des Protokolls.
    3. Über die Genehmigung des Protokolls entscheidet nach Erörterung der fristgerecht eingegangenen Einwendungen die folgende Regionsversammlung.
  12. Regionsrat

  13. Aufgaben

    Der Regionsrat ist für die inhaltliche und organisatorische Gestaltung der Arbeit auf Regionsebene verantwortlich. Er hat insbesondere die Aufgaben:

    1. Die Durchführung der Beschlüsse der Regionsversammlung
    2. Die Durchführung von Regionsveranstaltungen (in Zusammenarbeit mit den Regionssprechern), gegebenenfalls durch ein Leitungsteam
    3. Aufsicht über die Regionskasse. Hierzu hat er bei Bedarf Einsicht in die Regionskasse.
  14. Zusammensetzung
    1. Der Regionsrat besteht aus allen an der Mitarbeit in der Region interessierten Pfadfinderinnen und Pfadfindern.
    2. Stimmberechtigte Mitglieder des Regionsrates sind:
      1. Zwei Vertreter je Stamm
      2. Ein Vertreter je durch das Land anerkannten Neuanfang
      3. Die Regionssprecher und Stellvertreter
      4. Die Mandatsträger zur Landesführungsrunde
  15. Einberufung und Beschlussfähigkeit
    1. Die Termine der ordentlichen Regionsräte werden durch die Regionsversammlung bestimmt. Sie sind beschlussfähig, sobald mindestens ein Drittel der Stämme der Region mit jeweils mindestens einem stimmberechtigten Vertreter vertreten sind. § 6 Abs. 5 S. 2 gilt entsprechend. In der Regel soll eine rechtzeitige Einladung unter Angabe der vorgesehenen Tagesordnung erfolgen.
    2. Auf Antrag von mindestens zwei Stämmen haben die Regionssprecher einen außerordentlichen Regionsrat schriftlich oder per e-mail unter Angabe des Einberufungsgrundes und der Tagesordnung einzuberufen. Zwischen der Einberufung und dem Regionsrat muss mindestens eine Woche liegen. Der außerordentliche Regionsrat ist beschlussfähig, sobald mindestens die zwei Drittel der Stämme der Region mit jeweils mindestens einem stimmberechtigten Vertreter vertreten sind.
  16. Geschäftsordnung
    1. Die Regionssprecher leiten den Regionsrat.
    2. Abstimmungen erfolgen durch Handzeichen. Bei Stimmgleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen werden nicht gezählt.
    3. Bei Bedarf können die Regionssprecher nach der Geschäftsordnung der Regionsversammlung (Nr. 9 dieser Ordnung) verfahren.
  17. Protokoll

    Über die Ergebnisse und Beschlüsse jedes Regionsrates wird ein Protokoll erstellt. Verantwortlich für das Protokoll sind die Regionssprecher. Das Protokoll soll spätestens drei Wochen nach dem Regionsrat schriftlich oder per e-mail den Stammesleitern/-führern übersandt werden.

  18. Regionsleitung

  19. Regionssprecher
    1. Die Regionssprecher vertreten die Region nach innen und außen. Sie sind Ansprechpartner für die Stämme und VCP- Gliederungen außerhalb der Region. Sie leiten die Regionsräte, sammeln die Beschlüsse und Protokolle der Regionsräte und archivieren sie.
    2. Die Region wählt zwei Regionssprecher oder einen Regionssprecher und einen Stellvertreter. Die ordentliche Amtszeit der Regionssprecher und Stellvertreter beträgt zwei Jahre.
    3. Die Regionssprecher können Beauftragte auswählen, an die sie einzelne Aufgaben delegieren.
  20. Kassenwart
    1. Der Kassenwart führt die Regionskasse im Wege einer geordneten Buchführung. Er hat die Regionskasse getrennt von seinem Privatvermögen zu führen. Einen Zugriff auf das Konto der Region Starkenburg haben neben dem Kassenwart nur die von der Regionsversammlung gewählten Regionssprecher.
    2. Die Region wählt einen Kassenwart. Er muss volljährig sein. Seine Amtszeit beträgt zwei Kassenjahre. Das Kassenjahr ist der Zeitraum zwischen zwei ordentlichen Regionsversammlungen.
    3. Der Kassenwart stellt den Regionssprechern zur Erfüllung ihrer Aufgaben eine Handkasse von maximal 150,- € insgesamt zur Verfügung. Über diese haben die Regionssprecher vor jeder Auffüllung und spätestens vor der ordentlichen Regionsversammlung beim Kassenwart abzurechnen.
    4. Auszahlungen aus der Regionskasse dürfen nur aufgrund von Beschlüssen des Regionsrates und der Regionsversammlung und gegen einen Verwendungsnachweis (Quittung, Abrechnung) erfolgen.
  21. Kassenprüfer
    1. Die Kassenprüfer prüfen die Regionskasse unmittelbar vor der ordentlichen Regionsversammlung. Hierzu haben sie Einsicht in alle Kontounterlagen, Buchungsbelege und alle anderen die Regionskasse betreffenden Unterlagen. Sie berichten unmittelbar der Regionsversammlung und stellen den Antrag auf Entlastung des Kassenwartes an die Regionsversammlung, wenn die Kasse ordnungsgemäß geführt wurde.
    2. Die Region wählt jedes Jahr zwei Kassenprüfer für zwei Kassenjahre.
  22. Schlussbestimmungen

  23. Änderung der Regionsordnung

    Eine Änderung dieser Ordnung bedarf einer Zweidrittelmehrheit.

  24. Inkrafttreten der Regionsordnung

    Diese Ordnung wurde von der Sonder-Regionsversammlung am 05.12.2009 in Roßdorf mit sofortigem Inkrafttreten beschlossen.